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Grund-, Werkreal- und Förderschule Gerstetten

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Neue Erfahrungen durch Comenius-Schulpartnerschaft 

Seit Beginn des Schuljahres nimmt die Grund-, Haupt- und Förderschule Gerstetten am Comenius-Schulpartnerschaftsprojekt, einem von der Europäischen Kommission finanzierten Programm für die schulische Bildung, teil. Ziel dieses Programms ist die europäische Integration voranzutreiben. Die GHFöS Gerstetten ist im Rahmen dieses Programms Schulpartnerschaften mit Schulen aus Norwegen, Irland, Belgien, England und Spanien eingegangen. Nachdem im Oktober letzten Jahres eine Schule in Antwerpen besucht wurde, machten sich die Projektleiterinnen Birgit Stark-Gommel und Andrea Grimm in Begleitung des Konrektors der GHFöS Markus Brodbeck auf nach Guissona in Spanien. 

Comenius-Guissona 2010 - (1)

“Großer” Empfang für die Gäste aus sechs verschiedenen Ländern an der Schule in Guissona...

Comenius-Guissona 2010 - GERO im Flugzeug

Das von der Giengener Firma Steiff gestiftete Maskottchen GERO der GHFÖS zeigte sich flugerfahren und war voll freudiger Neugier auf die Reise in “fremde” Länder...

Im Gepäck hatten die Gerstetter ein zweisprachiges „Newspaper“, in dem auf Deutsch und Englisch die Gemeinde mit allen ihren Vorzügen beschrieben wurde. Aus den Beiträgen der verschiedenen „Newspaper“ aller Teilnehmer entsteht eine „Zeitung“, aus der die Schüler, z. B. im Englischunterricht, mehr über die Partnerstädte erfahren können. Außerdem hatte man das Comenius-Schulmaskottchen „Gero“ dabei. Dieser Teddybär wurde freundlicherweise von der Firma Steiff gestiftet. Der Name, der auf den Gründer von Gerstetten zurückgeht, wurde in einem eigens ausgeschriebenen Schülerwettbewerb gefunden. In Guissona trafen sich alle Maskottchen der Partnerschulen, jedes reist bis zum nächsten Treffen in Norwegen an eine andere Schule. Gero reiste nach Dublin, zusammen mit seinem Reisetagebuch, in welchem Ereignisse der dortigen Schule festgehalten werden. In Gerstetten macht „Woezzel“, das Maskottchen aus Antwerpen zurzeit Station. Weiter wurde vereinbart, dass die bereits geknüpften brieflichen Kontakte zwischen den einzelnen Klassen durch Skype-Verbindungen intensiviert werden sollen. Ferner wird jede Schule mehrere Puzzles mit Motiven landestypischer Erzählungen anfertigen, die dann ausgetauscht werden. An der Gerstetter Schule entstanden bereits im BK-Unterricht der Klassen 4a und 4c Puzzles mit Motiven aus Grimms Märchen.

Den Höhepunkt der Reise stellte für die Gerstetter Lehrer natürlich der Empfang beim Bürgermeister dar, der damit die Wichtigkeit der Schulpartnerschaft auf vorbildliche Weise unterstrich. Sehr interessant war natürlich auch der Einblick in den Alltag einer spanischen Schule. Vieles ist interessant und anregend, manches befremdlich. So sind bereits Dreijährige von 9.00 bis 17.00 Uhr an der Schule. Der Lese- und Schreibprozess findet viel früher als bei uns statt. Schon in der Vorschule, im Alter von fünf Jahren, werden ganze Sätze in Schreibschrift geschrieben und gelesen. In Spanien beginnt die Vorschule mit drei Jahren, ab sechs Jahren beginnt die Schule, in der alle Kinder sechs Jahre gemeinsam unterrichtet werden.

Comenius-Guissona 2010 (2)
Comenius-Guissona 2010 - Empfang beim BM

Herzlicher Empfang beim Bürgermeister von Guissona

Auch an der Schule waren die Gäste natürlich willkommen. So wurde ein Empfang ausgerichtet, bei dem alle Flaggen der Partnerländer das Schulhaus schmückten. In der Turnhalle wurden die Lehrer aus aller Herren Länder mit Liedern begrüßt. Begeisterung rief eine Aufführung, die eine alte katalonische Tradition aufleben ließ, hervor. Drei Meter hohe Puppen in Gestalt eines Königs und einer Königin tanzten zu katalonischer Musik. Auf dem Schulhof wurden Bilder mit den Partnerklassen aufgenommen, wobei auffiel, dass die Schüler sehr interessiert waren, mit den ausländischen Gästen ins Gespräch zu kommen.

Das kulturelle Beiprogramm hatte es ebenfalls in sich. Neben einer Führung durch die Stadt Guissona wurde eine große lebensmittelverarbeitende Fabrik besichtigt, die mit 3000 Arbeitsplätzen der größte Arbeitgeber im Ort ist.